Sublime Text (LaTeXTools)

Sublime Text ist der einzige Editor dieses Abschnitts, für den bezahlt werden soll, und derjenige, der ohne Installation nichts über LaTeX weiß als eine Syntaxdefinition. Eine kostenlose Ausgabe gab es nie, nur eine Testversion ohne erzwungene Frist – und eine persönliche Lizenz kostet weiterhin 99 Dollar in einem Markt, dessen offensichtlicher Konkurrent nichts kostet. Zum LaTeX-Werkzeug wird der Editor durch LaTeXTools. Diese Seite behandelt, was LaTeXTools hinzufügt, warum unter Ctrl+B am Ende latexmk läuft, die \ref- und \cite-Schnellauswahl als stärkste Eigenschaft des Pakets, den Weg über .latexmkrc für upLaTeX und – weil genau das die Frage der Lesenden ist – was die Wahl von Sublime Text heute bedeutet.

Wer LaTeXTools geschrieben hat und wer es heute pflegt

Auf den Verdacht, LaTeXTools könnte tot sein, lautet die Antwort ein klares Nein. Das Repository entstand im März 2011; die README nennt Ian Bacher, Marciano Siniscalchi und Richard Stein als Urheber und DeathAxe als heutigen Betreuer. Die stabile Fassung 4.5.14 erschien am 30. Juli 2026, und nirgends findet sich ein Hinweis auf Einstellung oder eine Suche nach Betreuern. Beachtenswert ist der Ort: Es liegt in einer GitHub-Organisation namens SublimeText, doch das ist eine Gemeinschaftsorganisation und nicht Sublime HQ – ihre eigene Beschreibung spricht von einer Sammlung von der Community gepflegter Pakete. Editor und Paket gehören also gänzlich verschiedenen Leuten.

Installiert wird über Package Control. Package Control ist kein mitgelieferter Code, sondern ein Bootstrap-Installer; der Menüeintrag und der Befehlspaletten-Eintrag, die ihn holen, stecken seit Build 3124 von Sublime Text 3 im September 2016 im Programm. Man öffnet die Befehlspalette (Ctrl+Shift+P unter Windows und Linux, Cmd+Shift+P unter macOS), führt Install Package Control aus, dann Package Control: Install Package und wählt LaTeXTools. Ein Neustart ist nicht nötig: Eine .tex-Datei öffnen, die Syntax wechselt zu LaTeX, und die Funktionen sind da.

Zwei Dinge folgen unmittelbar. Erstens eine Einstellungsdatei anlegen: Preferences → Package Settings → LaTeXTools → Settings – User erzeugt eine bearbeitbare LaTeXTools.sublime-settings im User-Verzeichnis. Die Standarddatei im Plugin-Ordner niemals anfassen – sie wird bei jedem Update überschrieben. Zweitens prüfen: LaTeXTools: Check system aus der Befehlspalette listet auf, ob die TeX-Befehle, der PDF-Betrachter und die ausführbare Datei subl für LaTeXTools sichtbar sind. Dieser Befehl hat keine Tastenbelegung und ist nur über die Palette erreichbar. Wenn etwas nicht läuft, ist er der erste Griff.

Was Ctrl+B wirklich startet: der traditional-Builder und latexmk

Gebaut wird mit Sublime Texts eigener Taste Ctrl+B (Cmd+B unter macOS). LaTeXTools fügt keine eigene Taste hinzu, es ersetzt das Build-System selbst. Der Standard-Builder heißt traditional; ein einziger Bau speichert die aktuelle Datei, ruft den TeX-Baubefehl auf, wertet das Log aus und listet Fehler, Warnungen und – falls aktiviert – Bad Boxes in einem Panel am unteren Rand, öffnet dann den PDF-Betrachter und sucht vorwärts zur Cursorposition. Ein Klick auf eine Fehlerzeile im Panel springt dorthin; nach dem Schließen holt Shift+Escape das Panel zurück.

Entscheidend ist: Hinter dem traditional-Builder steckt latexmk. Unter TeX Live und MacTeX ruft er latexmk auf, unter MiKTeX texify. Seine Standardkommandozeile liest sich so: -cd wechselt vor der Verarbeitung in das Verzeichnis der Quelle, -f läuft nach einem Fehler so weit wie möglich weiter, -interaction=nonstopmode vermeidet interaktive Stopps, und -synctex=1 erzeugt die Synchronisationsdaten, die Vorwärts- und Rückwärtssuche unten brauchen. %E ist ein Platzhalter, der je nach gewählter Engine zu -pdf (pdfLaTeX), -lualatex oder -xelatex wird. Eine Engine zu wählen heißt also nichts anderes, als zu ändern, wozu %E expandiert.

terminal
latexmk -cd -f -%E -interaction=nonstopmode -synctex=1

Daraus folgt eine Warnung, denn sie trifft genau jene, die nur das Kleinstmögliche installieren: LaTeXTools hängt von latexmk ab, und latexmk ist nicht immer vorhanden. BasicTeX unter macOS lässt es weg – also sudo tlmgr install latexmk ausführen, es über die TeX Live Utility nachinstallieren oder builder auf einen umstellen, der ohne auskommt. Unter Ubuntu dasselbe: apt-get install texlive bringt es nicht mit, apt-get install latexmk gehört dazu. Unter MiKTeX ruft der Builder stattdessen texify auf, und texify beherrscht weder output_directory noch aux_directory noch jobname; wer das braucht, wechselt zum basic-Builder, der es beherrscht, dafür aber kein makeindex. builder_settings kennt zudem den Schlüssel env, ein Wörterbuch von Umgebungsvariablen, die nur für den Bau gesetzt werden.

Am einfachsten wählt man die Engine über einen magischen Kommentar am Dateianfang. In die erste Zeile der .tex geschrieben, bestimmt er die verwendete Engine; ohne ihn ist pdfLaTeX voreingestellt. In einem Projekt aus mehreren Dateien gehört die Zeile in die Haupt- bzw. Root-Datei. Aus Kompatibilität mit TeXShop bedeutet TS-program dasselbe. Zulässig sind nur drei Werte: pdflatex, lualatex und xelatex. Die Familie hat weitere Mitglieder: %!TEX options = ... übergibt zusätzliche Optionen an die Engine (etwa --shell-escape), %!TEX root = <master> benennt die Root-Datei, und %!TEX output_directory sowie %!TEX jobname bestimmen, wohin die erzeugten Dateien wandern und wie sie heißen. Die Rangfolge lohnt sich zu merken: Eine Direktive sticht die Einstellungsdatei, und eine mit Ctrl+Shift+B gewählte Build-Variante sticht die Direktive. Daher weigert sich eine Engine mitunter zu wechseln, solange eine Variante ausgewählt ist.

latex
%!TEX program = lualatex
%!TEX root = main.tex
%!TEX options = --shell-escape

Die andere Schlüsselstelle ist texpath – der PATH, über den beim Start von latexmk und Verwandten die TeX-Befehle gefunden werden. Gerade unter macOS besitzt ein aus der Oberfläche gestartetes Sublime Text einen anderen PATH als die Shell, ein falscher Wert endet also in „command not found“. Die Regel lautet: texpath muss $PATH enthalten – die eigenen Pfade zuerst, dann $PATH. Unter macOS ist "/Library/TeX/texbin:$PATH" typisch, unter Windows etwa "C:\\texlive\\2026\\bin\\windows;$PATH", an die eigene Installation angepasst. Unter Windows zusätzlich distro passend auf "texlive" oder "miktex" setzen. Für einen anderen Builder setzt man builder auf basic (minimal: Engine plus bibtex oder biber) oder script (dort schreibt man die Befehlsfolge selbst in script_commands).

terminal
{
  // LaTeXTools.sublime-settings (User)
  "texpath": "/Library/TeX/texbin:$PATH",
  "builder": "traditional",
  "builder_settings": {
    "program": "lualatex",
    "options": ["--shell-escape"]
  }
}

Die Schnellauswahl, die beim Tippen von \ref{ oder \cite{ erscheint

Hier fühlt sich LaTeXTools am besten an. Kaum ist \ref{ oder \cite{ getippt, fährt oben am Bildschirm eine Schnellauswahl herab – Sublime Texts eigene Filterliste. Bei \ref{ enthält sie jedes \label des Dokuments, bei \cite{ jeden Eintrag der Bibliografien, die über \bibliography{} oder biblatex’ \addbibresource{} eingebunden sind. Ein paar Zeichen filtern unscharf, Auswahl mit Enter, und der ganze Befehl wird eingefügt, etwa \ref{my-label}. Ein Komma direkt vor der schließenden Klammer, also \cite{paper1,, lässt den zweiten und jeden weiteren Schlüssel einer Mehrfachzitation genauso wählen.

Zwei Fallen. Erstens sammelt LaTeXTools seine Kandidaten aus der gespeicherten Datei; erscheint ein gerade hinzugefügtes Label oder ein neuer Schlüssel nicht, hilft Speichern. Zweitens werden nur externe .bib-Dateien unterstützt; \bibitems, die direkt im Dokument stehen, werden nicht erfasst. Stört die automatische Auswahl, lässt sie sich in den Einstellungen abschalten; von Hand ruft man sie direkt nach \ref{ und Verwandten mit Ctrl+l, x (Cmd+l, x unter macOS) oder Ctrl+l, Ctrl+f auf. Auch die Verweis- und Zitierbefehle von cleveref, fancyref, varioref, natbib und biblatex werden erkannt.

Zwei weitere Familien der Vervollständigung. Die Befehlsvervollständigung bringt die von TeXStudio stammenden Wortlisten (CWL) mit und zeigt Kandidaten, sobald ein Befehl mit \ beginnt: \te tippen, und \textit und Verwandte erscheinen. Ihr Verhalten steuert die Einstellung command_completionprefixed (Vorgabe, nur bei führendem \), always oder never. Kandidaten für die im Dokument geladenen Pakete ergänzt cwl_autoload automatisch (standardmäßig an), und mit env_auto_trigger werden auch Umgebungsnamen nach \begin{ und \end{ vervollständigt. Die zweite Familie ist der Fill Helper: Nach \usepackage{, \include{, \input{ oder \includegraphics{ bietet er die installierten Pakete oder die Dateien des aktuellen Verzeichnisses an, bei \includegraphics auf Bilder gefiltert. Von Hand: Ctrl+l, Ctrl+f. Vorbereitung braucht nur die Paketvervollständigung: einmal LaTeXTools: Build cache for LaTeX packages aus der Befehlspalette ausführen.

upLaTeX und dvipdfmx: den Weg in die .latexmkrc schreiben

Hier stolpern japanische Dokumente. %!TEX program akzeptiert nur pdflatex, lualatex und xelatex; uplatex oder platex lassen sich also nicht direkt benennen. Mit LuaLaTeX ist es einfach: %!TEX program = lualatex schreiben und eine Klasse aus der Familie luatexja / ltjsclasses verwenden. Heikel ist der Weg upLaTeX + dvipdfmx, der erst ein DVI erzeugt und es dann in PDF wandelt.

Die saubere Lösung: die .latexmkrc die Engine wählen lassen. Da hinter dem traditional-Builder latexmk steckt, genügt eine .latexmkrc im Projektverzeichnis (oder im Heimatverzeichnis), um die Werkzeugkette fast ohne Änderung an den LaTeXTools-Einstellungen auf den japanischen Weg umzustellen. Die Kernpunkte: uplatex an $latex und dvipdfmx an $dvipdf binden, dann mit $pdf_mode = 3 den Weg „erst DVI, dann Umwandlung mit dvipdfmx“ wählen. Wird -synctex=1 zusätzlich an $latex übergeben, gelangen die Synchronisationsdaten selbst über den DVI-Umweg ins PDF, und die Suche weiter unten funktioniert. Auf der LaTeXTools-Seite ist es am sichersten, keine %!TEX program-Zeile zu schreiben – sie würde das %E von pdfLaTeX auswählen.

latexmkrc
$latex = 'uplatex -synctex=1 -interaction=nonstopmode -file-line-error %O %S';
$bibtex = 'upbibtex %O %B';
$biber = 'biber --bblencoding=utf8 -u -U --output_safechars %O %S';
$makeindex = 'upmendex %O -o %D %S';
$dvipdf = 'dvipdfmx %O -o %D %S';
$pdf_mode = 3;
$max_repeat = 5;

Wer es ausdrücklicher will, benennt latexmk über den Schlüssel command in builder_settings direkt. "command": "latexmk" – die Optionen bleiben in der .latexmkrc – stellt sicher, dass das für Japanisch konfigurierte latexmk läuft. Ein eigenes command schaltet zwar die automatische Engine-Wahl über %!TEX program ab, doch in einem Aufbau, der den Weg in der .latexmkrc festnagelt, wie es japanische Arbeitsabläufe tun, geht dabei nichts verloren. Die latexmk-Konfiguration selbst gehört der Seite zu automatisierten Builds.

Vorwärtssuche ist Ctrl+l, j; die Rückwärtssuche steckt im Betrachter

Der Standard-Baubefehl von LaTeXTools enthält bereits -synctex=1, ein gewöhnliches Ctrl+B schreibt die Synchronisationsdaten (.synctex.gz) also von selbst. Danach genügt ein Tastendruck: Beim Bearbeiten einer .tex zeigt Ctrl+l, j (Cmd+l, j unter macOS) die zur Cursorposition passende PDF-Seite. Unmittelbar nach einem Bau läuft ohnehin eine Vorwärtssuche, Ctrl+B allein öffnet also schon die richtige Stelle. Nur das PDF öffnen, ohne zu synchronisieren: Ctrl+l, v. Zu beachten: Ctrl+l bedeutet in Sublime Text sonst „Auswahl auf die Zeile erweitern“, wird aber in einer .tex-Datei mit aktivem LaTeXTools zum Präfix der Paketbefehle. Wie SyncTeX selbst arbeitet, steht auf der eigenen Seite.

Die Rückwärtssuche (PDF → Quelle) beruht darauf, dass der Betrachter Sublime Text zurückruft; die Konfiguration liegt daher beim Betrachter. Der Standardbetrachter ist je Plattform festgelegt und über die Einstellung viewer änderbar: SumatraPDF unter Windows, Skim unter macOS, Evince unter Linux (XReader unter Linux Mint), unter Linux zusätzlich Okular und Zathura. Sioyek läuft auf allen drei Plattformen; alle bisher genannten Betrachter beherrschen Vorwärts- wie Rückwärtssuche. Die Ausnahme, auf die zu achten ist, heißt Preview.app unter macOS: Sie beherrscht keine von beiden. Auch die Klickgeste unterscheidet sich: Cmd+Umschalt+Klick in Skim, ein Doppelklick in SumatraPDF, Strg+Linksklick in Evince und Zathura, Umschalt+Linksklick in Okular.

Wert von viewerBetriebssystemHinweise
skimmacOSVorgabe unter macOS und praktisch der einzige macOS-Betrachter mit Vorwärts- und Rückwärtssuche
previewmacOSÖffnet nur Preview.app. Weder Vorwärts- noch Rückwärtssuche
sumatraWindowsVorgabe unter Windows. Adobes PDF-Betrachter meiden: Er sperrt das geöffnete PDF und lässt den Bau scheitern
evinceLinuxVorgabe unter Linux. Das System-Python braucht die dbus-Bindings
okularLinuxFür die Rückwärtssuche unter Settings → Configure Okular → Editor subl "%f:%l" eintragen
zathuraLinuxLäuft fast ohne Konfiguration; wmctrl oder xdotool macht die Fokussteuerung zuverlässig
xreaderLinuxVorgabe unter Linux Mint; wird weitgehend wie Evince behandelt
sioyekLinux / macOS / WindowsEin Betrachter für Fachbücher und Aufsätze; auf allen drei Plattformen verfügbar
commandLinux / macOS / WindowsDer Notausgang für jeden anderen Betrachter: view_command und forward_sync_command selbst schreiben

Bei Skim unter macOS genügt es, im Reiter Sync der Einstellungen die Voreinstellung „Sublime Text“ zu wählen. In älteren Fassungen ohne diese Voreinstellung wählt man Custom, trägt bei Command den absoluten Pfad von subl ein (/Applications/Sublime Text.app/Contents/SharedSupport/bin/subl) und bei Arguments "%file":%line. Bei SumatraPDF unter Windows erscheint das Feld für die Rückwärtssuche erst, wenn ein PDF mit Synchronisationsdaten geöffnet ist: also einmal mit Ctrl+B bauen, das PDF in Sumatra öffnen und dann unter Settings → Options die untenstehende Kommandozeile eintragen. Wenn es hakt, prüft man in dieser Reihenfolge: ob mit -synctex=1 gebaut wurde, ob Voreinstellung bzw. Befehl des Betrachters stimmen und – über LaTeXTools: Check system – ob sublime_executable, der Ort von subl, sichtbar ist.

terminal
"C:\\Program Files\\Sublime Text\\sublime_text.exe" "%f:%l"

Lohnt sich Sublime Text für LaTeX heute noch?

Zunächst die Lizenzform genau fassen. Nach Sublime HQs eigener Formulierung darf Sublime Text kostenlos heruntergeladen und getestet werden, für die weitere Nutzung ist jedoch eine Lizenz zu erwerben; eine erzwungene Frist für den Test besteht derzeit nicht. Die Lizenz gilt pro Person: Laut EULA ist sie auf allen unterstützten Betriebssystemen gültig und darf auf mehreren Rechnern verwendet werden, solange der Lizenzinhaber der Hauptnutzer ist. Eine persönliche Lizenz ist ein einmaliger Kauf mit drei Jahren Updates; für Updates darüber hinaus ist ein Upgrade nötig. Geschäftslizenzen sind anders gebaut – ein jährliches Abonnement je Arbeitsplatz, beginnend bei 65 Dollar pro Platz und Jahr für die ersten zehn Plätze, mit sinkendem Staffelpreis bei mehr Plätzen. (Stand August 2026 kostet die persönliche Lizenz 99 Dollar.)

Danach verdienen zwei Zahlen einen ehrlichen Blick. Erstens das Entwicklungstempo: Der stabile Kanal steht seit Build 4200 vom 21. Mai 2025 still – im August 2026 also über ein Jahr. (Die Entwicklerversionen sind bei 4207 angelangt, stehen aber nur Lizenzinhabern offen.) Zweitens die Verteilung der Nutzer: In Stack Overflows Entwicklerumfrage 2025 nannten 75,9 % der Befragten Visual Studio Code als genutzte Entwicklungsumgebung, gegenüber 10,5 % für Sublime Text – rund das Siebenfache.

Die Entscheidung fällt dennoch klar aus. Wer Sublime Text bereits besitzt und dessen Tempo zum eigenen Arbeiten gehört, findet in LaTeXTools ein fertiges, gepflegtes Paket – Bau, Vervollständigung, Referenzauswahl: alles Nötige ist da. Wer dagegen heute allein für LaTeX einen Editor wählt, findet die Erweiterungen und die ausformulierten Antworten auf der Seite von VS Code. Vom Manuskript aus betrachtet sind .tex, .bib und .latexmkrc in beiden Fällen identisch, und der Wechsel kostet ein paar Konfigurationsdateien. Womit der eigentliche Punkt erreicht ist: Den Bau im Projekt festzuzurren wiegt weit schwerer als die Wahl des Editors.

Der erste Durchgang: vier Dinge prüfen

  • Der erste Befehl: LaTeXTools: Check system aus der Befehlspalette, um zu bestätigen, dass TeX-Befehle, PDF-Betrachter und die ausführbare Datei subl sichtbar sind.
  • Die japanische Weggabelung: für LuaLaTeX %!TEX program = lualatex; für upLaTeX gar kein %!TEX program schreiben und den Weg der .latexmkrc überlassen.
  • Wenn es klemmt: meldet Ctrl+B einen fehlenden Befehl, texpath prüfen. Aktualisieren sich Verweise nicht, speichern und neu bauen. Führt PDF-zu-Quelle ins Leere, die Rückwärtssuch-Einstellung des Betrachters prüfen.
  • Wann es ein Projekt werden sollte: sobald Abbildungen oder Kapiteldateien zunehmen, die Hauptdatei mit einem Sublime-Projekt oder %!TEX root festlegen, damit Ctrl+B aus jedem Tab dasselbe PDF liefert.