Aufsätze und Berichte beginnen mit einem *Titelblock* aus Titel, Autoren und Datum sowie oft mit einem *Abstract*, der den Inhalt zusammenfasst. In LaTeX setzt du diese Elemente nicht von Hand im Text. Stattdessen deklarierst du nur die Informationen mit \title und verwandten Befehlen und setzt alles auf einmal mit \maketitle. Diese Seite erklärt dieses Deklarieren-und-Ausgeben-Modell, mehrere Autoren und Fußnoten sowie die Umgebung abstract.
Den Titelblock deklarieren
Der Inhalt des Titelblocks wird mit drei Deklarationsbefehlen vorbereitet: \title{...} für den Titel, \author{...} für den oder die Autoren und \date{...} für das Datum. Diese Befehle speichern nur Informationen; an der Schreibstelle wird nichts ausgegeben. Gesetzt wird der Block erst, wenn du \maketitle aufrufst. Üblicherweise stehen diese Deklarationen in der Präambel, also vor \begin{document}, sie funktionieren aber überall vor \maketitle.
\title ist Pflicht; fehlt es, erscheint der Fehler „No \title given“. Fehlt \author, gibt es eine Warnung, aber der Satz läuft weiter. \date ist optional, und wenn du \date ganz weglässt, wird automatisch das Kompilierdatum eingesetzt. Für das heutige Datum schreibst du ausdrücklich \date{\today}; soll kein Datum erscheinen, nimmst du leere Inhalte mit \date{}. Auch ein beliebiger fester Text wie \date{Mai 2026} ist möglich.
\documentclass{article}
\title{身近な材料で熱流束を測る}
\author{山田 太郎}
\date{\today}
\begin{document}
\maketitle
本文をここから書きます。
\end{document}Für einen Zeilenumbruch *innerhalb* eines Felds verwendest du LaTeXs Umbruchbefehl \\. Soll beispielsweise die Zugehörigkeit in einer zweiten Zeile unter dem Autor stehen, schreibe \author{Taro Yamada \\ University of X}. Das von \today erzeugte Datumsformat folgt der Dokumentsprache; ist Japanisch über babel oder polyglossia aktiviert, erscheint ein japanisches Datum wie „2026年5月26日“.
Ausgabe mit \maketitle
\maketitle verwandelt die deklarierten Informationen in einen echten Titelblock. Der übliche Ort ist ganz am Anfang des Textkörpers, direkt nach \begin{document}. Der Aufruf gibt \title, \author und \date gemeinsam im Stil der Klasse aus, also Titel groß und zentriert, darunter Autoren, dann das Datum. Vergisst du \maketitle, erscheint kein Titel, egal wie viel du deklariert hast.
Wo der Titelblock landet und wie er aussieht, entscheidet die Dokumentklasse. Die Klasse article beginnt keine neue Seite, sondern setzt den Titel oben auf die erste Seite. report und book erzeugen dagegen eine eigene, unnummerierte Titelseite und platzieren dort den Titel. Soll auch article eine eigene Titelseite bekommen, füge die Klassenoption titlepage hinzu (\documentclass[titlepage]{article}).
Das von \maketitle erzeugte Aussehen ist in den Standardklassen recht schlicht und weitgehend festgelegt. Kleine Anpassungen sind aber mit dem Paket titling möglich, etwa Schriften und Platzierung von Titel und Autor oder das Verhalten von \thanks (unten). Für vollständige Kontrolle kannst du \maketitle weglassen und die Seite selbst in einer titlepage-Umgebung layouten.
Mehrere Autoren und Fußnoten (\and, \thanks)
Bei mehreren Autoren trennst du die Namen innerhalb von \author mit \and; die Blöcke der einzelnen Autoren werden nebeneinander gesetzt. Wichtig ist die Unterscheidung: \\ bricht Zeilen *innerhalb* eines Autoreneintrags, etwa für eine Zugehörigkeit unter dem Namen, während \and *verschiedene* Autoren trennt.
Wenn eine Zugehörigkeit, eine Notiz oder eine E-Mail-Adresse als Fußnote erscheinen soll, verwendest du \thanks{...}. Innerhalb von \author oder \title gesetzt, fügt es dort eine Fußnotenmarke ein und setzt die Anmerkung unten auf der Seite. Der Standardtext von \thanks ist auf einen Absatz beschränkt; das Paket titling hebt diese Beschränkung für mehrere Absätze auf.
| Befehl | Rolle | |
|---|---|---|
\title{...} | Titel deklarieren (Pflicht); \\ bricht Zeilen | Kann auch \thanks enthalten |
\author{...} | Autoren deklarieren; \and für mehrere, \\ für Zugehörigkeiten | Kann auch \thanks enthalten |
\date{...} | Datum deklarieren (optional) | \today = heute, \date{} = kein Datum, Weglassen = Kompilierdatum |
\and | Autoren innerhalb von \author trennen | Setzt Autoren nebeneinander |
\thanks{...} | Fußnote erzeugen (Zugehörigkeit, E-Mail, Dank) | Innerhalb von \author / \title |
\maketitle | Setzt die deklarierten Informationen | Direkt nach \begin{document} platzieren |
Die Umgebung abstract
Die Zusammenfassung eines Aufsatzes steht in der Umgebung abstract. Setze den Text zwischen \begin{abstract} und \end{abstract}, und er wird als eingerückter Block unter einer kleinen Überschrift „Abstract“ gesetzt. Der Abstract erhält keine abschnittsartige Nummer. Sein Standardort ist direkt nach \maketitle, vor dem Beginn des Haupttexts.
Die Umgebung abstract gibt es in den Klassen article und report. In book ist sie nicht definiert, da Bücher üblicherweise keinen Abstract erhalten. Auch die Platzierung hängt von der Klasse ab: In article folgt der Abstract auf derselben Seite wie der Titel, mit der Option titlepage wandert er auf eine eigene Seite. In report, wo eine separate Titelseite Standard ist, steht der Abstract auf der folgenden Seite.
Ein vollständiges Beispiel
Hier ist alles zusammengeführt. \title trägt über \thanks eine Fußnote, etwa einen Förderhinweis; \author trennt zwei Autoren mit \and, setzt jede Zugehörigkeit mit \\ in eine zweite Zeile und versieht die E-Mail eines Autors per \thanks mit einer Fußnote. \date{\today} setzt das aktuelle Datum, und direkt nach \maketitle folgt eine abstract-Umgebung.
\documentclass{article}
\title{身近な材料で熱流束を測る\thanks{本研究は〇〇財団の助成による。}}
\author{
山田 太郎\thanks{[email protected]} \\
〇〇大学 物理学科
\and
鈴木 花子 \\
△△研究所
}
\date{\today}
\begin{document}
\maketitle
\begin{abstract}
本稿では、入手しやすい素材を用いた熱流束の測定手順を論じる。
まず材料の制約を整理し、続いて測定誤差の扱いを検討する。
\end{abstract}
\section{はじめに}
本文をここから書きます。
\end{document}Beim Kompilieren entsteht oben auf der Seite ein großer Titel, darunter zwei Autoren nebeneinander, jeweils mit Zugehörigkeit, und dann das Datum. Der Titel und ein Autor tragen Fußnotenmarken; Förderhinweis und E-Mail stehen unten auf der Seite. Darunter folgen die Überschrift „Abstract“ und der Zusammenfassungsabsatz, anschließend beginnt der Haupttext mit „1 Introduction“.
Letzte Prüfung vor der Abgabe
Der Titelbereich wird oft erst nach dem Haupttext überarbeitet, aber wenn er kurz vor der Abgabe zerbricht, leidet der Eindruck des ganzen Dokuments. Prüfe zuerst, ob Ausschreibung, Kursblatt oder Thesis-Vorlage article, eine spezielle Abschlussarbeitsklasse oder eine separate Titelseite verlangt. Gibt es eine vorgeschriebene Klasse, folge ihren Befehlen, statt die Ausgabe von \maketitle von Hand umzuformen.
- Titel — Muss ein langer Titel umbrechen, verwende
\\nur an einer sinngemäßen Grenze, nicht mitten in einem Wort oder einer Formel. - Autoren — Namen, Zugehörigkeiten und E-Mail-Daten bleiben in
\author; nur echtes Fußnotenmaterial wandert nach\thanks. - Datum — Für feste Abgaben schreibe ein wörtliches Datum wie
\date{30. Mai 2026};\todayist für Entwürfe, deren Datum sich ändern darf. - Abstract — Nenne Ziel, Methode, Ergebnis und Schlussfolgerung in kurzen Absätzen und stopfe keine Abkürzungen oder Notation hinein, die der Haupttext noch nicht eingeführt hat.
Wie weit man der Titelmechanik vertraut
In der Praxis solltest du die semantische Vereinbarung der vorgeschriebenen Vorlage erhalten, bevor du gestalterische Freiheit suchst. Für einen Kursbericht oder eine kurze technische Notiz reichen \title, \author, \date und \maketitle meist aus. Eine Konferenz- oder Graduiertenvorlage kann eigene Titelbefehle wie \studentid oder \supervisor bereitstellen; dann kehre nicht zum Standardmuster \maketitle zurück, sondern gib die geforderten Daten an die Schnittstelle der Vorlage.
| Situation | Methode | Achtung |
|---|---|---|
short-report | Standard-\maketitle | Titel, Autor und Datum an einer Stelle halten |
thesis-template | Vorlagenspezifische Befehle | Deckblatt, Abstract und Prüfungsdaten nicht von Hand platzieren |
designed-cover | titlepage-Umgebung | Keine doppelten Titeldaten neben \title pflegen |